Der Meister und Margarita

Als Michail Bulgakows Roman „Der Meister und Margarita“ 1966 veröffentlicht wurde, galt dieses Meisterwerk der Satire schon bald als literarische Sensation. Die gesellschaftskritische Parabel konnte sowohl als burlesker Schelmenroman als auch als bewegende Liebesgeschichte gelesen werden. Sie war Zeugnis der stalinistischen Ära und behandelte ewig gültige Fragen von Schuld und Vergebung. Gespickt mit fantastischen und surrealen Elementen, war der Stoff darüber hinaus derart witzig erzählt, dass das Werk sich von allem abhob, was man bisher bezogen auf die jüngere Zeitgeschichte gelesen hatte. Michail Bulgakow starb nach Jahren unentwegter Zurücksetzung und Schikane von staatlicher Seite bereits im Alter von 48 Jahren. Der Roman vermittelt den Eindruck, der Autor habe nicht zuletzt seine eigene persönliche Situation sowie die Frage seines literarischen Weiterlebens verhandelt. Die Haupthandlung spielt im Moskau von Bulgakows Gegenwart, also der Stalin-Ära, wo ein als „Meister“ bezeichneter, politisch unliebsamer Schriftsteller in der Psychiatrie festsitzt, bis es seiner Geliebten schließlich gelingt, ihn in ein gemeinsames Leben zurückzuholen. Eine zweite Handlungsebene führt – als Roman innerhalb des Romans, verfasst von ebendiesem „Meister“ – nach Jerusalem, wo sich gerade die Verurteilung Jesu Christi durch den römischen Prokurator Pontius Pilatus ereignet. Zur Kämpferin und eigentlichen Heldin der Geschichte wird Margarita, eine wohlhabend verheiratete Frau, die bislang ein geheimes außereheliches Verhältnis mit dem „Meister“ pflegte, und die nun, als es darum geht, ihren Geliebten und sein Werk zu retten, dazu bereit ist,
ihr bürgerliches Leben hinter sich zu lassen und gemeinsame Sache mit dem Teufel zu machen. Der tritt in Gestalt des Magiers Voland in Erscheinung, eines so gewieften wie überzeugungskräftigen Dialektikers, der gemeinsam mit seinem „Team“ in der Hauptstadt bereits für mächtigen gesellschaftlichen Aufruhr sorgt. Mit einer Serie von subversiven Aktionen und zauberischen Harlekinaden hält dieses bizarre Trüppchen den gesellschaftlichen Funktionär:innen in ihrer Geldgier, Korruptheit und Eitelkeit den Spiegel vor.


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