Die kleine Brücke

Das 9. Festival „Acht Brücken. Musik für Köln“ holt unter dem Titel „GroßstadtPolyphonie“ die Musik aus dem Konzertsaal in den städtischen Raum und stellt die tradierte Ordnung von Bühne, Darsteller, Klangquelle und Publikum auf den Prüfstand!

Wir haben für Sie eine Auswahl getroffen.

3 Vorstellungen zum Preis von 52,50 €

Di 30.04.19, 21.00 Uhr – Philharmonie

Die Hamletmaschine – Oratorio (1999–2000)

Georges Aperghis 
für fünf Solisten, gemischten Chor und 16 Musiker
Heiner Müllers Hamletmaschine ist mehr dramatisches Gedicht als Drama, hoch konzentriert und schon in der Sprache kraftvoll musikalisch. Das epochale Theaterstück hat es in sich. Über Shakespeare hinaus reicht der Verweis weit in antike Schicksalswelten und ihre archetypischen Konflikte und von dort wieder zurück auf die Gesellschaft der späten DDR und noch grundsätzlicher auf die Stellung des zaudernden Künstlers in einer komplexen, widersprüchlichen Gegenwart. Wie soll man ein derart prägnantes und vielschichtiges Stück Literatur in Musik fassen? Georges Aperghis gibt eine überzeugende Antwort.

Sa 11.05.19, 21.00 Uhr – Philharmonie

Tony Allen, drums | Jeff Mills, electronics, drum machine | Jean-Philippe Dary, keyboards

Unterschiedlicher können Musikerpersönlichkeiten nicht sein: Der 1938 im nigerianischen Lagos geborene Tony Allen, Schlagzeuger der legendären Fela-Kuti-Band Africa '70 und Mitbegründer des Afrobeat, und der 1963 in Detroit geborene Jeff Mills, der Ende der 1980er-Jahre als DJ den Detroit-Techno mit aus der Taufe hob, sich später aber vor allem als experimenteller Klangkünstler einen Namen machte. 2016 trafen die beiden im Pariser Club New Morning zum ersten Mal aufeinander – und zwar so heftig, dass die Funken flogen: Mills knirpsende Geräusche aus dem digitalen Baukasten konterten die tief in Afrika geerdeten Grooves von Allens Schlagzeug, während gleichzeitig Brücken gebaut wurden zwischen der analogen Welt des Drummers und dem digitalen Kosmos des Elektronikers.

Vorstellung Nr. 3 ist wahlweise

A) Do 02.05.19, 21.00 Uhr – Ort noch unbekannt

Manos Tsangaris - City Pieces (Window Piece) (2016)

Ann-Yi Eötvös, Sopran | Nicola Gründel, Schauspielerin | hand werk |Susann Martin, Video 
Manos Tsangaris, Inszenierung 
Bei aller internationalen Reputation, aller globalen Präsenz als Musiker und Komponist, als Literat und bildender Künstler, Pädagoge und Performer: Manos Tsangaris gehört eindeutig auch nach Köln. „City Pieces (Window Piece)“, 2016 in Hongkong uraufgeführt, erfahren nun durch die Akteure der Kölner Multimedia- und Kammermusikschmiede hand werk ihre mit großer Spannung erwartete Deutschland-premiere. Eine allsinnliche Komposition aus Licht und Bewegung, Musik und Sprache, Bild und Ton, die inmitten einer urbanen Szenerie das tägliche Leben auf die Bühne und die Bühne ins alltägliche Leben versetzt.
oder

B) Sa 11.05.19, 17.00 Uhr – Lagerstätte f. d. mobilen Hochwasserschutzelemente (Rodenkirchener Brücke)

MetaMorphosis - MAKKRO

Anfangs folgte das 2012 gegründete Sextett MAKKRO einem rein analogen Weg: zweimal Kontra-bass, zweimal Schlagzeug, einmal Piano und einmal Posaune. Schon früh zog das ungewöhnliche Besetzungskonzept ein Umdenken der Musiker nach sich. Um den Druck und den Biss der zweifach bestückten Rhythmusgruppe zu verstärken und die sich im Zusammenwirken von Posaune und Klavier ergebenden Interferenzen zu verdichten, kamen elektronische Gerätschaften hinzu. Mit dem Programm „MetaMorphosis“ wird das Sextett seinem Konzept gerecht: Im Flow ihrer Interaktion wandeln die Musiker verschiedene Aggregatzustände von freier Improvisation, aktuellem Jazz und progressiver Rockmusik in komplexe Klanghybride unterschiedlicher Konsistenz um.

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